ß-Glucane

beta-Glucane sind Polysaccharide, in denen die einzelnen Glucoseeinheiten beta-glycosidisch miteinander verknüpft sind. Sie aktivieren Immunzellen, die sogenannten Makrophagen. In diesem Zusammenhang werden derzeit positive Effekte z. B. bei der Wundheilung und im Rahmen der Krebstherapie untersucht.

beta-Glucane werden aus den Zellwänden der Bäckerhefe, aus Hafer- und Gerstenkleie sowie aus speziellen Pilzen, wie z. B. Shiitake gewonnen.

(1,3)(1,4)-beta-D-Glucane (aus Getreidekleien) werden durch das Enzym Lichenase zu verschieden langen Oligosacchariden hydrolysiert. Die Oligosaccharide werden anschließend durch das Enzym beta-Glucosidase in Glucose gespalten und diese nach Reaktion mit Glucose-Oxidase-Peroxidase photometrisch bestimmt.

(1,3)(1,6)-beta-D-Glucane (aus Pilzen und Hefen) werden indirekt als Differenz zwischen Gesamt- und alpha-Glucanen bestimmt. Gesamt-Glucane (alpha- und beta-Glucane) werden mit Salzsäure gelöst, hydrolysiert und die entstehenden Oligosaccharide anschließend durch exo-1,3-beta-Gluconase/beta-Glucosidase in Glucose gespalten. Alpha-Glucane werden in Kaliumhydroxid gelöst und mit Amyloglucosidase/Invertase in Glucose gespalten. Abschließend wird Glucose sowohl im Gesamt-Glucan- als auch im alpha-Glucan-Ansatz wiederum photometrisch bestimmt.

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