Ballaststoffe

Ballaststoffe sind weitgehend unverdauliche Nahrungsbestandteile. Sie quellen im Magen auf und sorgen durch die Volumenzunahme für ein stärkeres Sättigungsgefühl. Im Darm kommt es zudem durch weitere Wasseraufnahme zu einer Erhöhung der Stuhlmenge, was die Verdauung anregt. Wasserlösliche Ballaststoffe werden im Darm zu Carbonsäuren abgebaut, die eine positive Wirkung auf die Darmschleimhäute haben.

Die Bestimmung nach § 64 LFGB erfaßt lösliche Ballaststoffe, wie Inulin, nur unvollständig. Als Alternative führen wir die Analyse nach der AOAC-Methode 2009.01 durch. Hierbei wird durch alpha-Amylase und Amyloglucosidase nichtresistente Stärke gelöst und zu D-Glucose und Maltose hydrolysiert. In der Probe enthaltenes Protein wird denaturiert und mit Protease verdaut. Durch Ethanolzugabe werden die löslichen höhermolekularen Ballaststoffe ausgefällt und gravimetrisch bestimmt. Die Filterrückstände, welche sich aus unlöslichen und löslichen höhermolekularen Ballaststoffen zusammensetzen, werden um den Gehalt an Protein und Asche korrigiert. In den Ethanolfiltraten wird der Gehalt an löslichen, niedermolekularen Ballaststoffen per HPLC mit Brechungsindexdetektor bestimmt.

zurück>